Ansicht der Möbelfabrik Bernard Stadler von Westen (Briefkopf, Dokument datiert auf den 12. April 1905). 

In den Folgejahren ist auch der Garten links sowie die Fläche hinter dem modernen Anbau links bebaut worden.

Der Marienplatz in Paderborn, bis 1904 der Kettenplatz, im Wandel der Zeit

Der Marienplatz, heute im Zentrum der Altstadt Paderborns gelegen, hat sich seit seiner Anlage und Bepflanzung zu einem Ort des Innehaltens entwickelt. An Sommertagen bietet er im Schatten der Bäume die Möglichkeit, in angenehmer Gesellschaft ein erfrischendes Eis zu genießen. Häufig werde ich auf die, vielen Mitmenschen verständlicherweise nicht bekannte Vergangenheit des Platzes angesprochen. Da der Marienplatz für fast siebzig Jahre auch die Heimat der Werkstätten Bernard Stadler war, möchte ich ihm an dieser Stelle etwas Raum geben, um die wechselvollen Zeiten in kurzen Punkten zu beleuchten und anhand des mir vorliegenden Bildmaterials die jüngere Vergangenheit für den Interessierten erfahrbar und nachvollziehbar zu machen. Viele dieser Punkte sind eine enorme Hilfe zur genaueren oder ergänzenden Datierung des Bildmaterials.

 

Das Bildmaterial ist in folgende Abschnitte gegliedert:

Wesentliche Ereignisse am Kettenplatz = Marienplatz

Die Stadt Paderborn und die alte Markkirche bis 1784

Johann Wolfgang von Goethe in Paderborn am Kettenplatz am 12. Dezember 1792

Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preussen (ab 1840 König Friedrich Wilhelm IV) am Kettenplatz 1836 und 1839

Der Kettenplatz in Fotografien ab 1862

Der Kettenplatz in Fotografien seit der Umgestaltung ab März 1902

Der Marienplatz in Fotografien nach dem Brand in den Werkstätten Bernard Stadler ab 1929

Der Marienplatz in Fotografien nach der totalen Zerstörung im Frühjahr 1945 als Folge des Totalen Krieges, ab 1945

Der Marienplatz in Fotografien während des Wiederaufbaus nach Ende des II. Weltkriegs ab 1948

Der Marienplatz in Fotografien nach der erneuten Umgestaltung 1977 (mit Umsetzung der Mariensäule) bis heute (2026)

Bekanntmachung der Änderung des Straßennamens 

von Kettenplatz auf Marienplatz per 1. Oktober 1904.

Wesentliche Ereignisse am Kettenplatz = Marienplatz

Um 1165: Erste Erwähnung der Marktkirchpfarrei (auch Markkirche genannt, Kirchenpatron: St. Pancratius) in der Vita Meinwerci, Kapitel CLVII, entstanden um 1165 (Biografie des Paderborner Bischofs Meinwerk, geboren um 975, verstorben 1036 in Paderborn). Die Markkirche war damit eines der ältesten Gebäude Paderborns, dessen Erbauung gewöhnlich dem zweiten Paderborner Bischof, dem heiligen Badurad (815 - 860) zugeschrieben wird. 

11. Juli 1784: Letzter Gottesdienst in der alten Markkirche. Die städtische Turmnachtwache, bis dahin „seit undenklichen Zeiten“ auf dem Turm der Markkirche untergebracht, waltete ab 1786 ihres Amtes auf dem Domturm, bis dieser infolge eines Blitzschlags am 11. Januar 1815 in Brand geriet.

19. Juli 1784: Beginn der Abbrucharbeiten. Der Bauschutt diente zur Erhöhung des Weges von der fürstlichen Residenz Neuhaus bis zur Paderbrücke um mehrere Fuß. 1798 wurde das Haus Hesse in der Westernstraße 26 (später: Haus Schlechtendahl) zum größten Teil aus den Steinen der Markkirche aufgeführt (die Fassade ist nach Umsetzung im Jahre 1956 heute am Domplatz 18 zu finden und ist unter Nr. 79 in der Liste der Baudenkmäler Paderborns geführt). Der Platz wurde geebnet, mit Pfählen und Ketten umgeben und hieß seitdem Kettenplatz.

14. November 1792: Waren die Pfähle zum Teil lose, die daran hängenden Ketten sämtlich von einem Pfahl bereits losgerissen und eine Kette bereits entwendet. Die Ketten wurden dann zwecks Verkauf entfernt.

Ab 1792 bis 1826 : In dieser Zeit war der Kettenplatz „wüst und leer“.

12. Dezember 1792 (Mittwoch): Johann Wolfgang von Goethe und sein Diener Paul Goetze legen auf der Durchreise nach Weimar im Postamt der „Hochfürstlich-paderbornische fahrende Post“ am Kettenplatz B 223/Marienplatz 12 eine Pause ein und speisen für 4 Groschen in Daltrops Hof (Zehrung). Zudem entrichten sie dort das Postgeld (2 Taler und 16 Groschen für Kutsche und Pferde: 8 Groschen pro Pferd und Meile als Extra-Post-Pferde, also ein Vierspänner für 2 westfälische Meilen) nebst 4 Groschen Schmiergeld (für die Radachsen) und 12 Groschen Trinkgeld (Lohn des Postillons). Danach zügige Weiterfahrt bis Lichtenau. Goethe und Goetze reisten demnach per Extra-Post, da die reguläre Verbindung Richtung Kassel Donnerstags erfolgte.

22. Juni 1796: Antrag auf Bepflanzung des Kettenplatzes mit Bäumen und Aufstellung einer Statue des Patrons St. Pancratius. Die Akten schweigen über den weiteren Verlauf.

15. Februar 1823: „Supscriptions-Anzeige und Plan“ zu einem dem Fürstbischof Franz Egon gewidmeten Denkmals auf dem Kettenplatz. Die Subskription blieb ohne Erfolg.

1826 bis 1839: Einrichtung des Kettenplatzes zu einer Wiesenanlage, umgeben von einem Gitter, durch den Grafen von Westphalen. 

19. September 1836: Der preußische Kronprinz Friedrich Wilhelm (regierte ab 1840 als König Friedrich Wilhelm IV von Preußen) logiert mit Gefolge am Kettenplatz B 223/Marienplatz 12, in der alten Post bei Herrn Daltrop (ab Januar 1837 dann „Zum Römischen Hofe“ genannt) während seines Aufenthalts in Paderborn anläßlich eines Manövers.

22. Juni 1839: Der preußische Kronprinz Friedrich Wilhelm (regierte ab 1840 als König Friedrich Wilhelm IV von Preußen) logiert ein zweites Mal mit Gefolge am Kettenplatz B 223/Marienplatz 12, bei Herrn Daltrop im „Römischen Hofe“ während seines Aufenthalts in Paderborn. Paderborn feiert die Anwesenheit des Kronprinzen mit einer Illumination der Stadt. Seine beiden vorherigen Besuche in Paderborn erinnert König Friedrich Wilhelm IV bei seiner Rede in Paderborn am 21. Juli 1853 anläßlich der Einweihung der Bahnstrecke Paderborn - Warburg.

Herbst 1839: Entfernung des den Platz umgebenden Gitters und Bepflanzung des Kettenplatzes mit Lindenbäumen durch die Stadt, nach erfolgter Zustimmung der Stadtverordneten.

27. November 1855: Ersuchen bei dem Kirchenvorstand der Marktkirche zur Einrichtung des Platzes und Errichtung eines Denkmals „in honorem immaculatae conceptionis B. M. V.“ Die Genehmigung wurde 2 Tage später erteilt.

1858: Beginn der Arbeiten in Form von Ausgrabungen zwecks Legung der Fundamente. 

28. Mai 1860 (Pfingstmontag): Grundsteinlegung zur Mariensäule durch Bischof Konrad Martin.

8. Dezember 1861: Feierliche Enthüllung und Einweihung der Mariensäule durch Bischof Konrad Martin. Architekt: Dom- und Diözesanbaumeister Arnold Güldenpfennig, Paderborn. Ausführung der Figur: Bildhauer Professor Caspar von Zumbusch, München. Ausführung der Säule: Bildhauer Hellweg, Paderborn. Gesamtkosten: 5.000 Taler.

2. April 1862: Ausschreibung des Gitters um die neue Mariensäule. Per 1. November 1862 war dieses Gitter erstellt, aber noch nicht montiert.

4. April 1862, morgens: Entfernung von 4 der 1839 gepflanzten Linden. Die Aktion sorgte für Aufsehen sowie für ein gerichtliches Nachspiel, das 1864 publiziert worden ist („Vier Lindenbäume und Vier Erkenntnisse, oder die Mariensäule in Paderborn“ von Joseph Felix Schmidt, Königlicher Kreisgerichtsrat).

Herbst/Winter 1862/1863: Aufnahme der ältesten bislang bekannten fotografischen Stadtansicht Paderborns mit der ursprünglichen Mariensäule, umgeben von dem provisorischen Holzzaun (die Aufstellung des Gitters erfolgte nach November 1862).

7. September 1892: Beginn der Abbrucharbeiten der bisherigen Mariensäule aufgrund massiver witterungsbedingter Schädigung der neugotischen Elemente. Die originale Marienfigur von 1861 wird in die neue Mariensäule integriert. Architekt: Dom- und Diözesanbaumeister Arnold Güldenpfennig, Paderborn.

31. Dezember 1892: Abbau des die Mariensäule umgebenden hohen Gerüsts. Die Arbeiten sind jedoch noch nicht abgeschlossen und die Mariensäule weiterhin bis Juni 1893 von einem Bretterverschlag umhüllt.

21. Juni 1893: Die Mariensäule steht wieder frei.

1. August 1893: In den Nischen der Mariensäule werden die vier Heiligenfiguren aufgestellt (St. Liborius, hl. Kaiser Karl der Große mit Krone, St. Meinolphus von Böddeken, hl. Kaiser Heinrich II mit Blattkrone). Ausführung: Bildhauer J. Hellweg

März 1902: Beginn der Neugestaltung des Kettenplatzes. Fällung der alten, 1839 gepflanzten Linden. Vier Linden wurden bereits am 4. April 1862 entfernt.

10. März 1902: Verkauf des alten eisernen Gitters, das die Mariensäule umgab.

2. Oktober 1902: In der Presse wird beklagt, daß die neuen Gitter noch nicht angebracht seien.

22. November 1902: Die vorderen Gitter zur Westernstraße nebst der vier Basen für die ersten vier Kandelaber sind nun fertig. Zeichnung: Architekt Mündelein, Ausführung: Kunstschlossermeister Konrad Eickel.

Juli 1903: Passend zum Schützenfest 1903 erfolgt die Montage von 4 der insgesamt 12 vierarmigen Gas-Kandelaber, die durch den königlichen Kommerzienrat Emil Paderstein, Stadtverordneter der Stadt Paderborn von Januar 1901 bis zu seinem Wegzug am 31.12.1910, der Stadt gestiftet werden. Zeichnung: Architekt Mündelein, Modellierung und Guß: Warsteiner Gruben- und Hüttenwerke Aktiengesellschaft.

Mai 1904: Zunächst provisorische Montage von 2 weiteren Gas-Kandelabern (von dann insgesamt 6 Kandelabern am Kettenplatz) an der der Abdinghofkirche zugewandten Seite des Kettenplatzes (rechts von dem Haus Kettenplatz Nr. 8 und vor dem Haus Kettenpatz Nr. 12). Diese werden schließlich vor den Häusern Kettenplatz Nr. 8 und Kettenplatz Nr. 18 fest installiert. Die weiteren gestifteten Kandelaber finden in der Stadt ihren Platz.

1. Oktober 1904: Änderung des bisherigen Straßennamens „Kettenplatz“ in „Marienplatz“.

1905: Neubau des Vorderhauses Marienplatz 13, nun mit markanter, neugotischer Fassade.

September 1906: Ankauf des Hauses Nr. 16 durch die Stadt Paderborn für „stark 60.000 Mark“ und des Hauses Weberstraße 1 zwecks Schaffung einer Straßenverbindung vom Marienplatz über die Weberstraße zur Friedrichstraße. Der Plan wurde dann erst 25 Jahre später, im September 1931, in Form der Marienstraße umgesetzt.

1. Juli 1908: Ein Radfahrer fährt am Nachmittag im „schärfsten Tempo über den Marienplatz nach der Bachstraße und konnte an der Ecke das Gefährt nicht mehr regieren, so daß er direkt in ein Schaufenster des B. Stadlerschen Möbelgeschäftes fuhr. Dies wurde vollständig zertrümmert, der Radfahrer kam ziemlich gnädig davon, er erlitt nur einige leichte Verletzungen.“

23. Juli 1909: Passend zu Libori 1909 erhält die Mariensäule zusätzlichen Schmuck in Form von vier Engeln mit Spruchbändern. Ausführung: Bildhauer Ferdinand Mündelein, Paderborn. Zudem werden die vier Heiligenfiguren in den Nischen und die Kapitelle ausgebessert und das Postament gereinigt. 

29. November 1910, 12.00 Uhr: Landespolizeiliche Abnahme der Straßenbahnteilstrecke Westerntor - Marienplatz - Bogen - Heierstor - Tegelweg - Nordbahnhof, beginnend am Westerntor.

1. Dezember 1910: Inbetriebnahme der Straßenbahnstrecke Westerntor - Marienplatz - Nordbahnhof.

9. Dezember 1910, 18.00 Uhr: Außerordentliche Stadtverordnetensitzung in Paderborn. Nr. 6 der Tagesordnung: Antrag des Magistrats, zwei die ganze Nacht hindurch brennende elektrische Lampen (Bogenlicht-Lampen, die sogenannten „Bogenlicht-Krummstäbe“) von je 1.000 Kerzenstärken für den Marienplatz unter den bisherigen Bedingungen zu bewilligen. Der Magistrats-antrag wird angenommen.

Dezember 1910: Montage der neuen Bogenlicht-Lampen, ihrem Aussehen nach auch „Bogenlicht-Krummstäbe“ genannt, die gleichzeitig zur Befestigung der Leitungsdrähte der elektrischen Straßenbahn dienen. Die beiden bis dahin provisorisch aufge-stellten Masten für die Elektrifizierung werden entfernt.

Silvesterabend, 31. Dezember 1910: Inbetriebnahme der beiden am Marienplatz aufgestellten Bogenlicht-Lampen. Original-Ton: „Sie verbreiten eine angenehme Helle, so daß man der Gefahr, auf dem noch ungepflasterten Trottoir ein unfreiwilliges Schlammbad nehmen zu müssen, nunmehr ausweichen kann.“ Innerhalb von 22 Tagen ab der Magistratsbewilligung der beiden Bogenlicht-Lampen wurden diese aufgestellt und in Betrieb genommen. 

19. und 22. Dezember 1928: Erster und zweiter Großbrand in den Werkstätten Bernard Stadler, Nr. 12.

Sommer 1931: Abbruch der seit Dezember 1928 brach liegenden Ruinen der Nr. 12 sowie des Hauses Nr. 14. 

September 1931: Erteilung der Genehmigung für die Marienstraße nebst 13 vorgesehener Bauplätze. Anschließend Anlage und Bebauung der Marienstraße.

September 1932: Renovierung der Mariensäule.

1934: Abbruch des Hauses Nr. 16 (Fachwerk, dabei wurde die Erbauungsinschrift aus dem Jahre 1565 entdeckt). Der Ankauf des Hauses durch die Stadt Paderborn erfolgte bereits im September 1906.

3. August 1935: Eröffnung des Kinos „Residenz“ unter der Adresse Nr. 16 nach erfolgtem Neubau.

1935: Abbruch des Hauses Nr. 18 (Fachwerk, unter Verputz wurde dabei die Erbauungsinschrift aus dem Jahre 1687 entdeckt). Der Neubau ist 1936 fertiggestellt.

1935/1936: Demontage der 6 Kandelaber. Die Sandsteinsockel nebst Zaun bleiben zunächst.

1938: Aufruf „Weg mit dem alten Eisen“, dem dann auch die Umzäunung zum Opfer gefallen ist.

Januar bis März 1945: Zerstörung Paderborns durch massive Bombenangriffe während des II. Weltkriegs. Die Mariensäule blieb, bis auf die zunächst abgefallenen aber sichergestellten Hände, erhalten. Der Marienplatz wurde der Anlage von 1902 folgend in der Folgezeit wieder instand gesetzt. Von der Vorkriegsbebauung blieben lediglich 4 Gebäude mehr oder weniger erhalten, die in der Folgezeit ebenfalls wieder instand gesetzt wurden: Nr. 2 (Haus Heising, um 1580), Nr. 2a (Stadtsparkasse, 1928), Nr. 16 (Kino, 1935), Nr. 18 (Wohn- und Geschäftshaus, 1936).

1976: Archäologische Ausgrabungen auf dem Marienplatz im Vorfeld der Umgestaltung. Fundamentfragmente vermutlich des Turms der Markkirche, zwei Keller, weitere Fundamentreste und eine Anzahl in den gewachsenen Fels eingetiefte Gräber wurden freigelegt.

1977: Umgestaltung des Marienplatzes einschließlich Umsetzung der Mariensäule anläßlich der 1200-Jahr-Feier Paderborns zur heute (2026) bestehenden Anlage des Marienplatzes.

2015: Abbruch des 1936 erstellten Hauses Nr. 18 mit anschließendem Neubau.

2017: Restaurierung der Mariensäule.

Oktober 2023: Abbruch der Nachkriegsbebauung Marienplatz 10/Am Abdinghof zwecks Neubau der Paderborner Stadtverwaltung.

Mai und Juni 2024: Abbruch der Nachkriegsbebauung Marienplatz 4 (Heinrichsdorff) und Marienplatz 6 bis 8.

Herbst/Winter 2024: Sicherung der Fassade sowie der historischen Teile der Außenwände und des Kellers von Haus Heising. Anschließend Abbruch der neuzeitlichen Bauteile am Marienplatz 2.

Dezember 2024 bis März 2026: Archäologische Untersuchungen im Bereich Marienplatz 2 bis 10.

 

Ergänzungen folgen.

Ansicht der Markkirche auf dem heutigen Marienplatz im Jahre 1783, abgebrochen 1784, von der Westernstraße aus. Links davon der Daltrop’sche Hof, seit 1863 Eigentum von Bernard Stadler. 

Später bekannt als das alte Haupthaus der Werkstätten Bernard Stadler. 

Rechts davon das Heising’sche Haus.

Die älteste erhaltene Ansicht der Stadt Paderborn. Kupferstich von Matthäus Merian des Älteren (1593 - 1650) aus der Topographia Westphaliae 1647. 

Die Markkirche auf dem heutigen Marienplatz ist rechts neben der gut erkennbaren Abdinghofkirche (zwei Türme).

Ansicht der Stadt Paderborn von Norden. Kupferstich von Johann Georg Rudolphi (1633 - 1693) aus der Monumenta Paderbornensia 

von Fürstbischof Ferdinand Freiherr von Fürstenberg (1626 - 1683), 2. Ausgabe 1672. 

Die Markkirche auf dem heutigen Marienplatz ist mit der Ziffer 6 versehen.

 

© Digitalisat der Universitätsbibliothek Paderborn, Uniform Resource Name (URN): urn:nbn:de:hbz:466:1-7830, Creative Commons Namensnennung 4.0 International.

 

 

Ausschnitt aus dem obigen Kupferstich von 1672. Der zweite Turm von rechts ist der Turm der Markkirche (Ziffer 6). 

Darunter der Ausschnitt der Beschreibung zu Ziffer 6.

Johann Wolfgang von Goethe in Paderborn am Kettenplatz am 12. Dezember 1792:

Aus dem Rechnungsbuch Goethes vom 12.12.1792, festgehalten durch seinen Diener Paul Goetze: 

in Paderborn Postgeld: 2 Taler 16 Groschen, Schmiergeld: 4 Groschen, 

Zehrung: 4 Groschen, Trinkgeld Postillon: 12 Groschen

 

 Foto: © Klassik Stiftung Weimar, Goethe- und Schiller-Archiv (GSA), Signatur: GSA 34/X, 1, 2, Blatt 11.

Publikationsgenehmigung für diese Internetseite vom 16.02.2026.

Die vierspännige Paderborner Postkutsche, Ausschnitt aus dem Stahlstich unten von 1840.

Johann Wolfgang von Goethe im Jahre 1791

nach der Bleistiftzeichnung von Johann Heinrich Lips.

Der Dom zu Paderborn nach einem Stahlstich von Johann Poppel nach J.F. Lange aus dem Jahre 1840. Davor sieht man die Postkutsche, wie sie auch zu Goethes Zeiten fuhr.

Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preussen (ab 1840 König Friedrich Wilhelm IV)

am Kettenplatz 1836 und 1839:

Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preussen, Brustbild aus dem Jahre 1831.

Veröffentlichung der Ankünfte von Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preussen bei Daltrop am Kettenplatz im September 1836 und Juni 1839

im Paderbornschen Intelligenzblatt. 

Der Kettenplatz in Fotografien ab 1862:

Die Verbindungen der „Hochfürstlich-paderbornische fahrende Post“ ab/an Paderborn per 1792.

Ansicht der Markkirche auf dem heutigen Marienplatz im Jahre 1783, abgebrochen 1784, von Norden. Geradeaus rechts (Nr. 13 und Nr. 15 erkennbar) und links der Blick auf die Westernstraße (hinter der Markkirche). Ganz vorne rechts im Bild die 1934 abgebrochene Nr. 16.

Paderborn, Kettenplatz Nr. 12 und 14, aufgenommen  im Mai 1904.

Hier sind der fünfte und sechste Kandelaber zu sehen, einer noch provisorisch vor dem Zaun stehend installiert, im Mai 1904. Der vor Haus Nr. 12 stehende Kandelaber ist schließlich vor Haus Nr. 18 installiert worden.

Paderborn, Kettenplatz Nr. 12 und 14, mit dem Marienplatz, 1902,

während der Umgestaltung. Der Zaun ist noch nicht installiert.

Paderborn, Kettenplatz Nr. B 223 und B 222 im Jahr 1896. Zu sehen ist die 1892 - 1893 erneuerte neue Mariensäule.

 

Foto: © Stadt- und Kreisarchiv Paderborn / M1 Nr. 1986

www.werkstaetten-bernard-stadler.de

Publikationsgenehmigung vom 08.01.2026

Die älteste bislang bekannte fotografische Stadtansicht Paderborns zeigt die ursprüngliche Mariensäule im Herbst/Winter 1862/1863 mit provisorischem Holzzaun, der später (frühestens nach November 1862) durch ein Eisengitter ersetzt wurde (die Einweihung erfolgte am 8. Dezember 1861), mit dem Daltrop'schen Hof im Hintergrund 

(seit 31.12.1863 Eigentum von Bernard Stadler und später bekannt als das alte Haupthaus der Werkstätten Bernard Stadler). Eine Fotografie der Mariensäule, vermutlich diese, wurde am 28. Januar 1863 sowie am 11. Februar 1863 in der Presse als Kauffotografie beworben.

 

Foto: © Stadt- und Kreisarchiv Paderborn / M4 Nr. 22616

www.werkstaetten-bernard-stadler.de

Publikationsgenehmigung vom 08.01.2026

Paderborn, Blick vom Rathausplatz auf den Kettenplatz, vor Juli 1888 von C. J. Ophoven

(Der Rathauskump wurde 1889 nach Änderung der Wasserversorgung umgestaltet).

Paderborn, Kettenplatz, auf einer frühen Lithografie-Ansichtskarte, offensichtlich nach dem obigen Foto von 1896 gezeichnet.

Links Kettenplatz Nr. 12 (Stadler), rechts Kettenplatz Nr. 10 (Neumann).

Foto: © WOLFG. HANS KLOCKE VERLAG PADERBORN F221

Mit freundlicher Genehmigung.

Foto: © WOLFG. HANS KLOCKE VERLAG PADERBORN F55

Mit freundlicher Genehmigung.

Foto: © WOLFG. HANS KLOCKE VERLAG PADERBORN K65

Mit freundlicher Genehmigung.

Foto: © WOLFG. HANS KLOCKE VERLAG PADERBORN F104

Mit freundlicher Genehmigung.

Foto: © WOLFG. HANS KLOCKE VERLAG PADERBORN K89

Mit freundlicher Genehmigung.

Foto: © WOLFG. HANS KLOCKE VERLAG PADERBORN F123

Mit freundlicher Genehmigung.

Foto: © WOLFG. HANS KLOCKE VERLAG PADERBORN K51

Mit freundlicher Genehmigung.

Nachfolgend ab der Umgestaltung ab März 1902:

Nachfolgend nach dem Brand in den Werkstätten Bernard Stadler ab 1929:

Nachfolgend nach der erneuten Umgestaltung 1977 (mit Umsetzung der Mariensäule) bis heute:

Nachfolgend nach Ende des II. Weltkriegs, Wiederaufbau:

Paderborn, Marienplatz, aufgenommen Winter 1902/1903.

Hier sind nun die noch freien Sockel für die ersten vier Kandelaber zu sehen.

Der Zaun ist nun installiert.

Paderborn, Marienplatz, aufgenommen nach Anfang 1911, nun nach Montage der neuen Bogenlicht-Lampen, ihrem Aussehen nach auch „Bogenlicht-Krummstäbe“ genannt.

Paderborn, Marienplatz, als Mondscheinkarten, mit Kandelabern und Bogenlicht-Lampen. 

Auf der linken Ansicht sind an der Mariensäule zwei der vier zu Libori 1909 angebrachten Engel mit Spruchbändern zu sehen.

Paderborn, Marienplatz, Ansicht der Werkstätten Bernard Stadler. 

Nun ist der Schornstein des ab Juli 1913 neu gebauten Kesselhauses sichtbar.

Paderborn, Marienplatz, mit Blick auf die neu geschaffene Marienstraße. 

Nun ist ein Giebel und das Kino (Residenz) sichtbar, das am 3. August 1935 eröffnete.

Paderborn, Marienplatz, nun auch ohne den Metallzaun von 1902.

Auf der Ansicht rechts ist rechts neben Haus Heising nun die am 30.09.1928 eingeweihte Stadtsparkasse, Marienplatz 2 a, zu sehen.

Aufnahmedatum: 16. März 2025.

Aufnahmedatum: 16. März 2025.

Aufnahmedatum: 16. Januar 2025.

Aufnahmedatum: 8. Januar 2025.

Aufnahmedatum: 19. März 2024.

Aufnahmedatum: 4. Januar 2024.

Aufnahmedatum: 12. November 2023.

Aufnahmedatum: 12. November 2023.

Aufnahmedatum: 9. Juni 2023.

Aufnahmedatum: 29. Januar 2008.

Aufnahmedatum: 4. Januar 2026.

Aufnahmedatum: 4. Januar 2026.

Die vier im Sommer 1893 aufgestellten Heiligenfiguren der Mariensäule.

Von links: St. Liborius, hl. Kaiser Karl der Große (mit Krone), St. Meinolphus von Böddeken, hl. Kaiser Heinrich II (mit Blattkrone). Alle vier sind Schutzpatrone der Stadt Paderborn.

Aufnahmedatum: 20. Januar 2026.

Seitlich der Heiligenfigur zwei der vier 1909 angebrachten Engel an der Mariensäule. 

Aufnahmedatum: 20. Januar 2026.

Die ursprüngliche Mariensäule, hier nun mit Metallzaun im Jahr 1869.

Am Haus Stadler ist nun, 4 Jahre nach Gründung des Unternehmens und 2 Jahre nach Eröffnung der Möbelsparte, auch ein Firmenschild mit dem Begriff „MOEBEL“ erkennbar.

 

Foto: © Stadt- und Kreisarchiv Paderborn / M4 Nr. 21912-a / Friedrich Hundt, Münster

www.werkstaetten-bernard-stadler.de

Publikationsgenehmigung vom 07.05.2026

1908

1907

1906

1908

Links im Bild das 1905 mit markanter neugotischer Fassade neu erstellte Haus Nr. 13.

1904

Paderborn, Kettenplatz, aufgenommen 1903.

Hier sind weiterhin die noch freien Sockel für die ersten vier Kandelaber zu sehen.

Der Kettenplatz 1902, ohne Zaun und ohne Sockel.

Der Kettenlatz 1902, ohne Zaun und ohne Sockel.

1909/1910 Paderborn, Westernstraße am Marienplatz.

Blick auf das Kaufhaus Herzheim (Westernstraße 2), rechts daneben für die Dauer des Neubaus am Rathausplatz (Juni 1909 bis zur Wiedereröffnung am 29. Oktober 1910)

das Kaufhaus Steinberg & Grünebaum (Marienplatz 20, vormals das Geschäft Meckel).

1909/1910 Paderborn, Marienplatz, Blick Richtung Rathaus. 

Links das Heising'sche Haus, davor das Geschäft der Geschwister Brüll. 

An der Mariensäule sind nun zwei der vier zu Libori 1909 

angebrachten Engel mit Spruchbändern zu sehen

Paderborn, Marienplatz Nr. 2, 4 und 6. Blick Richtung Rathaus. 

Rechts das Heising'sche Haus (Nr. 2), davon links das Geschäft der Geschwister Brüll 

(bis Dezember 1913, ab 1919 Kürschnermeister Heinrichsdorff, Nr. 4). 

Aufnahem des Kettenplatzes von vor März 1898. Am rechten Bildrand das 1905 abgebrochene und durch einen markanten Neubau ersetzte Haus Nr. 13.

Paderborn, Kettenplatz, aufgenommen Winter 1902/1903.

Paderborn, Kettenplatz, im Sommer 1903.

Hier sind nun die ersten vier Kandelaber zur Westernstraße hin zu sehen.

Einer der vierarmigen Kandelaber 

aus der Nähe betrachtet.

Die totale Zerstörung im Frühjahr 1945 als Folge des Totalen Krieges:

Der Marienplatz nach dem Inferno der Bombenangriffe von Januar und März 1945.

 

Foto: © Stadt- und Kreisarchiv Paderborn / M5-01 Nr. 56523 / Wegener

www.werkstaetten-bernard-stadler.de

Publikationsgenehmigung vom 07.05.2026

Der Marienplatz 1946, bereits wieder instand gesetzt, die Bebauung noch in Trümmern.

 

Foto: © Stadt- und Kreisarchiv Paderborn / M5-14 Nr. 2549 / Paul Michels

www.werkstaetten-bernard-stadler.de

Publikationsgenehmigung vom 07.05.2026

Paderborn, Marienplatz, nun ohne Kandelaber, die bereits 1935/1936 aus dem Stadtbild verschwanden  (zwei der leeren Sockel sind sichtbar).

Ansichtskarte postalisch gelaufen am 30.06.1936.

Paderborn, Marienplatz, ohne Kandelaber. 

Die Sandsteinsockel und der Metallzaun verblieben noch einige Zeit.

 

1909/1910 Paderborn, Marienplatz, Blick Richtung Rathaus. 

Hier sind die Mariensäule mit zwei der vier zu Libori 1909 angebrachten Engel 

und einer der beiden provisorischen Masten der neuen Straßenbahnlinie zu sehen.

Dezember 1910 in Paderborn, Westernstraße am Marienplatz.

Hier sehen wir die neue elektrische Straßenbahn, die am 1. Dezember 1910 in Betrieb genommen wurde nebst der beiden provisorischen Masten für die Leitungsdrähte.

Im Dezember 1910 wurden dann die beiden Bogenlicht-Lampen installiert, 

woran dann auch die Elektrifizierung der Straßenbahn befestigt wurde. 

Das Kaufhaus Steinberg & Grünebaum ist bereits in den Neubau am Rathausplatz gezogen (Wiedereröffnung am 29. Oktober 1910). 

Das Ladenlokal Marienplatz 20 ist leer und ohne Außenwerbung.

Die Installation der neuen Bogenlicht-Lampen wurde am 9. Dezember 1910 vom Magistrat bewilligt und die Bogenlicht-Lampen zu Silvester 1910 in Betrieb genommen.

 

Die Ansichtskarte ist mit 1910 datiert und postalisch am 15. Januar 1911 gelaufen

Somit ist dies eine sehr frühe Ansicht der damals neuen Straßenbahnlinie über die Westernstraße.

Autor: KJ Rhode, Stand: 18. Mai 2026

© 2002 - 2026 Urheberrecht KJ Rhode. Alle Rechte vorbehalten. 

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.