
Ansicht der Möbelfabrik Bernard Stadler von Westen (Briefkopf, Dokument datiert auf den 12. April 1905).
In den Folgejahren ist auch der Garten links sowie die Fläche hinter dem modernen Anbau links bebaut worden.
Beschäftigte und Niederlassungen
Im Januar 1910 eröffneten die Werkstätten Bernard Stadler in Berlin die erste Niederlassung außerhalb Paderborns. Darauf folgten bis zum Herbst 1912 in dichter Folge vier weitere Niederlassungen in Düsseldorf, Bremen, Hamburg und Leipzig. Jede dieser Verkaufsstellen verfügte 1912 über 12 vollständig eingerichtete Räume.
Der Jahresumsatz für 1912 belief sich auf über eine Million Mark.
Nach Ende des ersten Weltkriegs folgten zahlreiche weitere Standorte. Neben den frühen Filialen Berlin, Düsseldorf und Hamburg wurden auch die Standorte Bielefeld und Köln im Frühjahr 1927 als Zweigniederlassungen der Werkstätten Bernard Stadler Aktiengesellschaft Paderborn in die jeweiligen Handelsregister eingetragen. Das Grundkapital betrug 320.000,00 Reichsmark je Filiale.
Diese Niederlassungen werden hier nachfolgend vorgestellt (nach den Mitarbeitergesuchen).
Die Niederlassungen in chronologischer Folge ihrer Eröffnung sind:
Paderborn, Hauptsitz, am 11. Februar 1865
Düsseldorf, zu Weihnachten 1910
Kassel, im Januar 1915
Bielefeld, im Oktober 1917
Bochum, im April 1919
Osnabrück, per 30. Mai 1919 bis 18. März 1921 (Kunstwerkstätten Osnabrück GmbH mit Otto Stadler als Geschäftsführer)
Hannover, Januar 1920
Frankfurt am Main, 1922
Hagen in Westfalen, 1922
Darmstadt, 1925
Dortmund, 1925
Köln, 1925
Die Entwicklung der Werkstätten und der Niederlassungen spiegelt sich auch in der Anzahl der Mitarbeiter:
- 67 Mitarbeiter zum 22. Dezember 1909
- 250 Mitarbeiter allein in Paderborn (August 1912)
- mehr als 300 Personen (1913)
- über 300 Mitarbeiter (Januar 1914)
- 300 Mitarbeiter (1922)
- über 300 Arbeiter und Angestellte (1926)
Nachfolgend eine Auswahl der Mitarbeitergesuche der Jahre 1870 bis 1927.

Aus einer Publikation der Werkstätten Bernard Stadler.
Mitarbeitergesuch vom
12. Januar 1870.
Mitarbeitergesuch vom
10. Juli 1892.
Mitarbeitergesuch vom
18. April 1907.
Mitarbeitergesuche ab 1870
Mitarbeitergesuch vom
21. August 1919.
Mitarbeitergesuch vom
18. März 1913.
Mitarbeitergesuch vom
7. Februar 1913.
Mitarbeitergesuch vom
3. Oktober 1912.
Mitarbeitergesuch vom
30. Dezember 1911.
Mitarbeitergesuch vom
11. Dezember 1895.
Mitarbeitergesuch vom
2. März 1895.
Mitarbeitergesuch vom
17. September 1902.
Mitarbeitergesuch vom
30. Mai 1904.
Mitarbeitergesuch vom
3. April 1926.
Mitarbeitergesuch vom
17. September 1924.
Mitarbeitergesuch vom
8. November 1927.
Mitarbeitergesuch vom
8. August 1915.
Mitarbeitergesuch vom
10. Dezember 1926.
Mitarbeitergesuch vom
8. Juni 1921.
Mitarbeitergesuch vom
14. September 1921.
Mitarbeitergesuch vom
21. Februar 1920.
Mitarbeitergesuch vom
10. Mai 1919.
Mitarbeitergesuch vom
12. Januar 1919.
Mitarbeitergesuch vom
9. Januar 1919.
Mitarbeitergesuch vom
27. Dezember 1918.
Mitarbeitergesuch vom
18. April 1917.
Mitarbeitergesuch vom
10. April 1917.
Mitarbeitergesuch vom
4. März 1917.
Mitarbeitergesuch vom
18. Juni 1916.
Mitarbeitergesuch vom
16. März 1916.
Mitarbeitergesuch vom
10. August 1915.
Mitarbeitergesuch vom
28. Januar 1914.
Mitarbeitergesuch vom
7. Juni 1913.
Mitarbeitergesuch vom
27. April 1913.
Mitarbeitergesuch vom
28. März 1913.
Mitarbeitergesuch vom
22 Oktober 1927.
Mitarbeitergesuch vom
3. Mai 1924.
Mitarbeitergesuch vom
27. April 1902.
Mitarbeitergesuch vom
4. Mai 1904.
Mitarbeitergesuch vom
28. März 1904.
Mitarbeitergesuch vom
18. Juni 1903.
Mitarbeitergesuch vom
28. April 1903.
Mitarbeitergesuch vom
18. April 1905.
Mitarbeitergesuch vom
9. Juli 1905.
Mitarbeitergesuch vom
5. Juni 1904.
Mitarbeitergesuch vom
24 September 1911.
Mitarbeitergesuch vom
11 Juni 1910.
Mitarbeitergesuch vom
31 Januar 1910.
Mitarbeitergesuch vom
8. Mai 1909.
Mitarbeitergesuch vom
22. März 1909.
Mitarbeitergesuch vom
27. Februar 1908.
Mitarbeitergesuch vom
4. August 1907.
Mitarbeitergesuch vom
4. August 1907.
Mitarbeitergesuch vom
18 Juli 1907.
Mitarbeitergesuch vom
17 Juli 1907.
Die Niederlassungen 1865 bis 1929 in chronologischer Folge
11. Februar 1865 bis 1929: Paderborn, Hauptsitz
Anschrift: Kettenplatz B 223 (alte Hausnummer), seit 1897 die Hausnummer 12. Seit dem 1. Oktober 1904 Marienplatz 12.
Mit Vertrag vom 14. September 1871 erwarb Bernard Stadler auch das Haus Kettenplatz B 222 (Nr. 14) von der Witwe Daltrop.
Mitarbeiterzahl per 22. Dezember 1909: 67 Mitarbeiter.
Ende 1910 erwarben die Werkstätten Bernard Stadler das Eigentum in der Bachstraße 3. So umfasste der Komplex nun die Anschriften Marienplatz 12 und 14 sowie Bachstraße 3.
Im August 1912 wurden laut Otto Stadler allein am Standort Paderborn 250 Menschen beschäftigt.
Januar 1910 bis 1929: Berlin
Anschrift: Traunsteiner Straße 6, Berlin W 30
ab 1. Oktober 1914: Viktoria-Luise-Platz 12 a
Ab 1927 eingetragen am Amtsgericht Berlin-Mitte, Handelsregister B Nr. 39806, unter der Firmierung Werkstätten Bernard Stadler Aktiengesellschaft Filiale Berlin. Sitz: Viktoria-Luise-Platz 12 a.
Weihnachten 1910 bis 1929: Düsseldorf
Anschrift: Bleichstraße 6 (bis 31.05.1919)
ab 01.06.1919: Wagnerstraße 5
Ab 1927 eingetragen am Amtsgericht Düsseldorf, Handelsregister Nr. 3902, unter der Firmierung Werkstätten Bernard Stadler Aktiengesellschaft Filiale Düsseldorf
März 1911 bis 1923/1924: Bremen
Anschrift: Obernstraße 14
ab Januar 1913 bis 1919: Georgstraße 64
ab 1920 bis 1921: Bahnhofstraße 1
ab 1922 bis 1923: Bohnenstraße 4 a
ab 1923 bis 1924: Häfen 17
Mai 1912 bis 1929: Hamburg
Anschrift: Mönckebergstraße 11, im Rappolthaus
ab Mai 1913: Bergstraße 12 - 14
ab 1919: Große Bleichen, Kaisergalerie Z 108
Ab 1927 eingetragen am Amtsgericht Hamburg, Handelsregister Nr. ?, unter der Firmierung Werkstätten Bernard Stadler Aktiengesellschaft Filiale Hamburg
Hamburg, das Rappolthaus in der Mönckebergstraße 11.
Hamburg, das Rappolthaus in der Mönckebergstraße 11.
Hamburg, Mönckebergstraße/Ecke Bergstraße 1913.
Links neben dem „Jalant" die Bergstraße Nr. 14.
Hamburg, Mönckebergstraße/Ecke Bergstraße 1913.
Links neben dem „Jalant" die Bergstraße Nr. 14.
Hamburg, Hafen 1913.
Hamburg St. Pauli, Landungsbrücken.
Ansichten der Ausstellungsräume der Niederlassung Hamburg nach Eröffnung im Jahr 1912:
Hamburg, Grosse Bleichen.
Über die Kreuzung auf der rechten Seite hinten ist die Kaisergalerie sichtbar,
Sitz der Hamburger Niederlassung der Werkstätten Bernard Stadler von 1919 bis 1929.
Ab 1936 war dort bis 2011 das Ohnsorg-Theater untergebracht.
September 1912 bis Dezember 1915: Leipzig
Anschrift: im Haus August Polich, Schloßgasse 1 - 5/Markgrafenstraße 2 (Merkur-Haus)
Januar 1915 bis 1928: Kassel
Anschrift: Hohenzollernstraße 35
1925 dann Bismarckstraße 2
Zudem bestanden in der Zeit von Januar 1915 bis Januer 1918 (während des 1. Weltkriegs)
ständige Reisevertretungen in Bielefeld, Frankfurt/Main und Hannover.
Oktober 1917 bis 1929: Bielefeld
Anschrift: Viktoriastraße 18 (bis Juni 1923)
ab Juni 1924: Ölmühlenstraße 9
ab April 1925: Neustädter Straße 4
ab November 1926: Am Bismarckeck
Ab Frühjahr 1927 eingetragen am Amtsgericht Bielefeld, Handelsregister A Nr. 456, unter der Firmierung Werkstätten Bernard Stadler Aktiengesellschaft Filiale Bielefeld
April 1919 bis 1923/1924: Bochum
Anschrift: Rottstraße 12
30. Mai 1919 bis 18. März 1921: Osnabrück (Kunstwerkstätten Osnabrück GmbH mit Otto Stadler als Geschäftsführer)
Anschrift:
Januar 1920 bis Juni 1923: Hannover
Anschrift: Thielenplatz 3
1922: Frankfurt am Main
Anschrift:
1922: Hagen in Westfalen
Anschrift:
1925: Darmstadt
Anschrift:
1925: Dortmund
Anschrift: Königswall 2
1925 bis 1929: Köln
Anschrift: Gereonstraße 43 - 47
Ab 1927 eingetragen am Amtsgericht Köln, Handelsregister A Nr. 6407, unter der Firmierung Werkstätten Bernard Stadler Aktiengesellschaft Filiale Köln





































































































