Max Heidrich (1876 - 1945)
Inhaltsverzeichnis
Biographische Daten
Max Heidrich wurde am 25. Oktober 1876 in Mitteloderwitz/Sachsen, heute Oderwitz. Seine Eltern sind Franz Heidrich und Selma Göhl.
Zunächst machte er in Dresden eine Tischlerlehre. In Dresden besuchte er zunächst auch die Gewerbeschule und wechselte dann zur Gewerbeschule Berlin. Seine Wanderjahre führten ihn durch Deutschland sowie nach Österreich, Italien, Belgien und in die Schweiz. In Bern arbeitete er in den Jahren 1898/1899 für die Möbelfabrik Caspar Märki und besuchte die Kunstgewerbeschule Bern. Von 1902 bis 1905 wirkte er als Betriebsleiter der Möbelfabrik Wilhelm Seyffer in Backnang, Württemberg.
In Stuttgart heiratete er im Oktober 1902 und wurde in Backnang Vater von zwei Kindern. In Paderborn wurden zwei weitere Kinder geboren.
Zum 1. Juli 1905 erfolgte dann der Zuzug nach Paderborn, um seine neue Tätigkeit bei den Werkstätten Bernard Stadler aufzu- nehmen.

Überschrift aus einer Publikation der Werkstätten Bernard Stadler aus dem Jahr 1918.
1905 bis 1910:
Möbelzeichner der Werkstätten Bernard Stadler
Zusammen mit den Vereinigten Werkstätten für Kunst im Handwerk in München, den Deutschen Werkstätten Hellerau, den Dresdner Werkstätten für Handwerkskunst, der Wiener Werkstätte, den Dresdner Werkstätten für Deutschen Hausrat, den Werkstätten für Wohnungseinrichtungen in München und den Saalecker Werkstätten in Saaleck sowie zahlreichen anderen gehörten die Werkstätten Bernard Stadler in Paderborn zur Reformbewegung des Kunstgewerbes als Gegenbewegung zu der seit Mitte des 19. Jahrhunderts aufgekommenen industriellen Massenproduktion unter der damals verbreiteten Verwendung von Stilmerkmalen des Historismus („Nachahmen“). Angestrebt wurden eine Klarheit und funktionsgerechte Gestaltung von Möbeln, Gegenständen des Alltags und Räumen bei einer den spezifischen Bedingungen der maschinellen Produktion angepassten Gestaltungsweise („neue Gesinnung“; oder wie Otto Stadler sagte: „Muthesius faßte alle Forderungen, die man an die neuzeitliche Werkkunst stellen muß, als da sind: gediegene Arbeit, Sachlichkeit, Ehrlichkeit und Selbständigkeit gegenüber geschichtlichen Stilen, zusammen in das eine Wort: Die neue Gesinnung.“). Wegbereiter war hier auch die britische Arts-and-Crafts-Bewegung.
Ab Anfang 1905 setzte Otto Stadler seine Vision der Neuen Gesinnung in die Tat um („grundsätzliche Umstellung auf den neuzeitlichen Geschmack“). Er formulierte es in seinen eigenen Worten wie folgt: „Während im Beginn der neuen Bewegung sich die Künstler ihre Werkstätten gründeten (Vereinigte Werkstätten), dann der Handwerker sich den Künstlern zur Ausführung ihrer Entwürfe anbot (Deutsche Werkstätten), zog in unserem Falle der Kaufmann den Künstler heran, und der Künstler hatte das Tischlerhandwerk erlernt und der Kaufmann hatte sich eingehend mit den Fragen der Kunst und mit der sozialen Frage beschäftigt, ehe er das väterliche Geschäft übernahm.“
Im Sommer 1905 (Zuzug nach Paderborn am 01.07.1905) stellte Otto Stadler den Tischler und Architekten Max Heidrich ein, der zunächst als Möbelzeichner tätig war, und ab 1910 bis zum 1. März 1922 als entwerfender Künstler exklusiv für die Werkstätten Bernard Stadler Möbel entwarf.
1908 wird Max Heidrich Mitglied des Deutschen Werkbundes, den Otto Stadler als Inhaber des Mitgliedes Werkstätten Bernard Stadler 1907 mitgründete. Alle vorliegenden Mitgliederverzeichnisse der Jahre 1908 bis 1919 führen Max Heidrich als Entwerfer und Tischler. In den Mitgliederverzeichnissen der Jahre 1925 und 1928, den Zeiten seiner Firmengründungen, wird er dann als Architekt, Entwerfer und Tischler geführt (siehe unten).
Ausschnitt aus dem Adreßbuch der Stadt Paderborn 1906.
Eintrag in Degeners „Wer Ist's“, X. Ausgabe, 1935.
Ausschnitt aus dem Adreßbuch der Stadt Paderborn 1908.
Ausschnitt aus dem Mitgliederverzeichnis des Deutschen Werkbundes
per 1. November 1908.
Sammlung Werkbundarchiv - Museum der Dinge, Berlin, Signatur: D 10047.
Ausschnitt aus dem Mitgliederverzeichnis des Deutschen Werkbundes
per 1. Oktober 1910.
Sammlung Werkbundarchiv - Museum der Dinge, Berlin, Signatur: D 715.
Mitglied des Deutschen Werkbundes seit 1908
1910 bis 1922:
Exklusiv entwerfender Künstler der Werkstätten Bernard Stadler und parallel freischaffender Architekt
1910 stellten die Werkstätten Bernard Stadler auf der Weltausstellung in Brüssel aus. Drei von etwa 30 einzurichtenden Zimmern überließ das Deutsche Reich den Werkstätten Bernard Stadler. Im Erdgeschoss des Hauptgebäudes (Deutsches Haus) wurde das Arbeitszimmer des Reichskommissars und im Gebäude Raumkunst und Kunstgewerbe das Sprechzimmer sowie das Wartezimmer eines Arztes, alle nach den Entwürfen von Max Heidrich, ausgestellt.
Hierfür wurde das Unternehmen mit zwei Großen Preisen in der Gruppe 12, Dekoration und Ausstattung von öffentlichen Gebäuden und von Wohnräumen, ausgezeichnet:
• Klasse 66: Feste Dekoration von öffentlichen Gebäuden und von Wohnräumen: Großer Preis („Diplome de Grand Prix“).
• Klasse 69: Wohlfeile und Luxusmöbel: Großer Preis („Diplome de Grand Prix“).
Der entwerfende Künstler Max Heidrich wurde in der Klasse 66 mit dem Ehrendiplom („Diplome d’honneur“) ausgezeichnet.
1912 wurde Max Heidrich die Wiederherstellung der Fassade des Hotels „Zur Post“ in der Westernstraße, Paderborn, übertragen. Das alte Fachwerk war gänzlich überputzt und unkenntlich. Spätestens hier begann seine parallele Tätigkeit als freischaffender Architekt.
Im Januar 1913 erschien das Buch „Deutsche Wohnungskunst - Handbuch für bürgerliche Wohnungskultur“, das im Auftrag der Gesellschaft für Heimkultur e.V. von Max Heidrich herausgegeben wurde, mit Begleittext von Dr. Trampe.
Im Mai 1913 stellten die Werkstätten Bernard Stadler mit dem Haus Polich-Stadler, im Stil eines vornehmen Einfamilienhauses errichtet, auf der Internationalen Baufach-Ausstellung 1913 in Leipzig aus. Hier trat Max Heidrich erstmalig als Architekt in die Öffentlichkeit. Für das Haus Polich-Stadler wurden die Werkstätten Bernard Stadler mit der höchsten Auszeichnung, der goldenen Medaille der IBA Leipzig 1913, ausgezeichnet. Auch dem entwerfenden Künstler Max Heidrich wurde hierfür die goldene Medaille zuerkannt.
Mit dem Erfolg des Hauses Polich-Stadler auf der Internationalen Baufach-Ausstellung Leipzig 1913 betätigte er sich dann intensiv als freischaffender Architekt, parallel zu seiner Tätigkeit als entwerfender Künstler, der exklusiv für die Werkstätten Bernard Stadler den Großteil der Entwürfe lieferte (siehe auch in der Rubrik „Ausstellungen" dieser Internetseite, Internationale Baufach-Ausstellung Leipzig 1913). Die Werkstätten Bernard Stadler unterstützten dies 1914 auch durch ein Vorwort in seinem Prospekt „Wohnhäuser von Max Heidrich Paderborn", worin das seinerzeit aktuelle Sommerhaus Bernard Stadler (Köln 1914), das Haus Polich-Stadler (Leipzig 1913) sowie sein Privathaus (Paderborn 1913) dargestellt sind.
Infolge der IBA Leipzig 1913 erhielt Max Heidrich Aufträge auf den Entwurf von Bauten in Berlin, der Mark Brandenburg, Leipzig, Oberfranken, der Magdeburger Börde, Halle an der Saale, dem Mansfelder Seekreis, Remscheid, und der Grafschaft Mark. Wie das Westfälische Volksblatt am 22. Oktober 1913 berichtete, wurde er dadurch „mit einem Schlage zu einem der meist beschäftigten Architekten unserer Stadt.“
Auf der Ersten Deutschen Werkbundausstellung 1914 in Köln stellten die Werkstätten Bernard Stadler das Leistungs- und Einrichtungsprogramm des Unternehmens mit dem Sommerhaus der Werkstätten Bernard Stadler Paderborn vor (ausgeführt nach dem System der Fabrik für Holzhausbau Siebel in Düsseldorf-Rath, die auch auf der Weltausstellung in Brüssel 1910 ausstellte und dort mit einem Großen Preis sowie einer Silbernen Medaille ausgezeichnet wurde), mit elf Zimmern. Der Entwurf des Hauses stammt von Max Heidrich. Das Sommerhaus ist, wie im Prospekt von 1914 „Wohnhäuser von Max Heidrich Paderborn" angekündigt, nach der Ausstellung abgebaut worden, um im Siegerland wieder aufgestellt zu werden. 1921 stand es dann als "Landhaus Schwerte" in Rhens am Rhein.
1914 entwarf Max Heidrich das Haus Rowedder, einen typischen Backsteinbau.
1916 entwarf Max Heidrich das Wohnhaus des Textilunternehmers Bernhard Becker in Kreuzweingarten. Bernhard Becker (1873 - 1938), Teilhaber an der Euskirchener Tuchfabrik B. & H. Becker, zog 1916 von Euskirchen nach Kreuzweingarten und hatte den Entwurf in einer Ausstellung, vermutlich die Kölner Werkbundausstellung, entdeckt.
Von Oktober 1916 bis Dezember 1918 stand er in einem Wehrverhältnis.
Um 1919 entwarf er das Haus Heinrich Schuhmacher, ein Einfamilienhaus, das 1926 von der Westfälischen Volksblatt AG gekauft wurde und als Wohnung für den Chefredakteur des Blattes diente.
Bereits 1920, 2 Jahre vor Gründung der „Max Heidrich, Lüffe & Co. Gesellschaft mit beschränkter Haftung“, wird Max Heidrich zum ersten Mal im Adreßbuch der Stadt Paderborn bei den Geschäfts- und Gewerbetreibenden, Geschäftsbranche Architekten, auf-geführt. Alle folgenden Adreßbücher der Zeit 1920 bis 1939 führen Max Heidrich in der Geschäftsbranche der Architekten.



„Diplome d'honneur“, verliehen während der Weltausstellung in
Brüssel 1910 an Max Heidrich, entwerfender Künstler der Werkstätten Bernard Stadler..
Hier das Exemplar des Monsieur Henri Helie, Chablis.
Goldmedaille der IBA Leipzig 1913, verliehen während der Internationalen Baufach-Ausstellung in Leipzig 1913 an den entwerfenden Künstler der Werkstätten Bernard Stadler, Max Heidrich.
Das Haus Polich-Stadler während der Internationalen
Baufach-Ausstellung (IBA) Leipzig 1913.
Entwurf: Max Heidrich.
Schreiben von Otto Stadler an den Paderborner Anzeiger, veröffentlicht am 8. August 1912.


Mitteilung im Lippspringer Anzeiger vom 27. März 1912 über die Vergabe der
Wiederherstellung der Schauseiten des Hotels „Zur Post“, Westernstraße, Paderborn.
Rechts eine Ansicht des Hauses nach Wiederherstellung.
Westfälisches Volksblatt, Paderborn, vom 22.10.1913.

Titel des Buches
„Deutsche Wohnungskunst - Handbuch für bürgerliche Wohnungskultur“, im Auftrag der Gesellschaft für Heimkultur e.V.
herausgegeben von Max Heidrich, mit Begleittext von Dr. Trampe, Wiesbaden Januar 1913.
Titel des Buches
„Deutsche Wohnungskunst - Handbuch für bürgerliche Wohnungskultur“, im Auftrag der Gesellschaft für Heimkultur e.V.
herausgegeben von Max Heidrich, mit Begleittext von Dr. Trampe, Wiesbaden Januar 1913.
Ausschnitt aus dem Adreßbuch der Stadt Paderborn 1910.
Alle folgenden Adreßbücher der Zeit 1910 bis 1939 führen Max Heidrich als Architekt.
Ausschnitt aus dem Adreßbuch der Stadt Paderborn 1939/1940.
Ausschnitt aus dem Adreßbuch der Stadt Paderborn 1920.
Bereits 1920 wird Max Heidrich zum ersten Mal bei den Geschäfts- und Gewerbe-treibenden, Geschäftsbranche Architekten, aufgeführt.
Alle folgenden Adreßbücher der Zeit 1920 bis 1939 führen Max Heidrich
in der Geschäftsbranche der Architekten.
(Eintrag 1939/1940 siehe unten).
Das Sommerhaus der Werkstätten Bernard Stadler während der Deutschen Werkbund-Ausstellung Köln 1914
Entwurd: Max Heidrich.
Offizielle Postkarte Nr. 3 der Deutschen Werkbund-Ausstellung Cöln 1914: Sommerhaus der Werkstätten Bernard Stadler mit Garten, Nr. 11 des Gesamtplans der Ausstellung.
Entwurf: Max Heidrich.
Logo von Max Heidrich als freischaffender Architekt,
wie er es 1914 verwendete.
Max Heidrich Paderborn.
März 1922 bis März 1930:
Selbständigkeit mit drei aufeinanderfolgenden Firmengründungen
Zwischen März 1922 und Juni 1923 trennten sich die beruflichen Wege der Werkstätten Bernard Stadler und des langjährigen entwerfenden Künstlers Max Heidrich. Zum 16. Januar 1922 war die alte Firmierung „Bernard Stadler zu Paderborn“ erloschen, nachdem bereits zum 8. Juli 1921 die Aktiengesellschaft eingetragen worden war.
Zwecks Verwertung von Entwürfen zu Häuserbauten und dergleichen sowie die Übernahme von Bauleitungen gründete Max Heidrich zum 1. März 1922 als Mitgesellschafter die „Max Heidrich, Lüffe & Co. Gesellschaft mit beschränkter Haftung“ (bestand bis zur Löschung von Amts wegen im Dezember 1925).
Im Oktober 1922 gab Max Heidrich zusammen mit Gewerbelehrer, später Gewerbe-Oberlehrer, wiederum später Berufsschuldirektor Hermann Weber das Buch „Der junge Tischler - seine Beziehung zu wahrhaftigem und schönem Schaffen“ heraus, das im März 1925 und im Juli 1942 in zweiter und dritter Auflage erschien. In der ersten Auflage von Oktober 1922 ist die Zugehörigkeit Max Heidrichs zum Deutschen Werkbund (D.W.B.) angegeben, in der zweiten Auflage von März 1925 dann seine Zugehörigkeit zum Deutschen Werkbund (D.W.B.) und zum Bund Deutscher Architekten (B.D.A.).
Im Juni 1923 trennten sich die Wege der Werkstätten Bernard Stadler und des langjährigen entwerfenden Künstlers Max Heidrich dann auch in der Firmenwerbung (das bisher letzte nachweisbare Stadler-Inserat in der Fach- bzw. Tagespresse mit Nennung von Max Heidrich als Entwerfer erschien am 23. Juni 1923).
Im Oktober 1925 gründete Max Heidrich zwecks Herstellung und Vertrieb von Hausrat aller Art nach seinen Entwürfen, wiederum als Mitgesellschafter, die Fa. „Echterbecker, Koch & Co. m.b.H. Max Heidrich Hausrat“ (bestand bis Mai 1927). Emil Echterbecker war bis 1923 der langjährige Vertreter der Werkstätten Bernard Stadler in Bielefeld, dem J. Sauerland im Juni 1924 als Stadler-Vertretung in Bielefeld bis Anfang 1925 folgte.
Direkt im Anschluß, im Juni 1927, gründete er dann gemeinsam mit seiner Tochter, zwecks Herstellung, Ankauf und Vertrieb von Hausrat und Inneneinrichtungen aller Art die „Heidrich-Hausrat GmbH“ (bestand bis März 1930), worin sich mehrere Tischlereien unter seiner Geschäftsführung zusammenschlossen. Seine Tochter hatte zuvor, im November 1924, die 4-jährige Ausbildung der künstlerischen Möbeltischlerei bei den Werkstätten Bernard Stadler abgeschlossen. Im Januar 1928 erschien in der Werbung der Heidrich-Hausrat GmbH wiederum eine ehemalige Vertretung der Werkstätten Bernard Stadler, die Firma Sauerland, als Vertretung der Heidrich-Hausrat GmbH in Bielefeld.
1928 schuf er sein wohl sichtbarstes Werk in Paderborn, das Kaufhaus Klingenthal. Eine Erweiterung erfolgte 1933/1934.
1929 enstand nach seiner Planung in der Senne das neue städtische Wasserwerk.
1930 erschien eine Monografie über Max Heidrich in der vielbändigen Reihe „Neue Werkkunst“, mit einer Einleitung von Martin Richard Möbius. Die Buchreihe über zeitgenössische Architektur umfasst rund 150 Bände, erschienen zwischen 1925 und 1932.
Weitere Entwürfe dieser Jahre in Paderborn sind:
1926: Haus Vetter, 1928: Haus Rempe, 1928: Haus Dominicus.
Auswärts wurden bis 1930 geschaffen:
Haus Schulte in Lippstadt, Haus Schröder in Oedingen, Haus von der Stein in Grevenbrück, Haus Gladischefski in Lippstadt, Haus Boehse in Gütersloh, Haus Fletcher in Niedermarsberg, Haus Hermes in Grevenbrück, Haus Anton Becker in Niedermarsberg.
Zudem realisierte Max Heidrich diverse Umbauten bereits bestehender Gebäude.
Ergänzungen folgen.
1922 bis 1925: „Max Heidrich, Lüffe & Co. Gesellschaft mit beschränkter Haftung“


Eintragung vom 24. April 1922 der ersten Firmengründung per 1. März 1922.
Löschung von Amts wegen der ersten Firmengründung vom 2. Dezember 1925.

Nachricht in der Steinheimer Zeitung vom 6. November 1924.


Titel des Buches sowie die Datierung des Vorworts
„Der junge Tischler - Seine Erziehung zu wahrhaftigem und schönem Schaffen“,
von Max Heidrich (D.W.B.) und Hermann Weber (Gewerbelehrer), Oktober 1922.


Titel des Buches sowie die Datierung des Vorworts
„Der junge Tischler - Seine Erziehung zu wahrhaftigem und schönem Schaffen“, 2. erweiterte Auflage,
von Max Heidrich (D.W.B. und nun auch B.D.A.) und Hermann Weber (Gewerbe-Oberlehrer), März 1925.


Werbeanzeige der Firma Emil Echterbecker
Bielefeld vom 6. Januar 1925,
noch vor Gründung der gemeinsamen Firma
mit Max Heidrich.

Werbeanzeige der Werkstätten Bernard Stadler vom 21. Juni 1924 mit Angabe der Firma Sauerland als Vertretung in Bielefeld (bis 1925).
Ab Januar 1928 erscheint Firma Sauerland als Vertretung der Heidrich Hausrat GmbH.
Löschung vom 1. Juni 1927 der zweiten Firmengründung per 31. Mai 1927.
Eintragung vom 26. Oktober 1925 der zweiten Firmengründung per 8. Oktober 1925.
Werbeanzeige von Januar 1928,
Anschrift: Westernstraße 32.
Werbeanzeige von März 1928,
Anschrift: Westernstraße 32.
Werbeanzeige von Mai 1928,
Anschrift: Westernstraße 22.
Werbeanzeige von September 1928,
Anschrift: Westernstraße 22.
Werbeanzeige von Juli 1928,
Anschrift: Westernstraße 22.
Werbeanzeige von 29. März 1928,
nach dem Umzug in die Westernstraße 22,
gegenüber der Franziskaner-Kirche.
Werbeanzeige von Dezember 1928,
Anschrift: Westernstraße 22.
Werbeanzeige von Februar 1929,
Anschrift: Westernstraße 22.


Titel der Monografie über Max Heidrich in der vielbändigen Reihe „Neue Werkkunst“ (1930), mit einer Einleitung von Martin Richard Möbius.
Die Buchreihe über zeitgenössische Architektur umfasst rund 150 Bände, erschienen zwischen 1925 und 1932.



Ansicht des Kaufhauses Klingenthal
nach dem Wiederaufbau, ca. 1960.
Ansicht des Kaufhauses Klingenthal
nach der Erweiterung 1933/1934.
Entwurf: Max Heidrich.
Ansicht des Kaufhauses Klingenthal
nach Erbauung 1928, von der Königstraße aus.
Ansicht des Kaufhauses Klingenthal
nach Erbauung 1928, von der Westernstraße aus.

Eintragung vom 6 September 1927
der dritten Firmengründung per 17. Juni 1927.
Löschung vom 4. April 1930 der dritten Firmengründung per 1. April 1930.


Ansicht des Städtischen Wasserwerks, 1929.
Entwurf: Max Heidrich.
Ansicht des Städtischen Wasserwerks, 1929.
Entwurf: Max Heidrich.
Oktober 1925 bis Mai 1927: „Echterbecker, Koch & Co. m.b.H. Max Heidrich Hausrat“
Juni 1927 bis April 1930: „Heidrich-Hausrat GmbH“

Ansicht des Kaufhauses Klingenthal.
Aufnahmedatum: 28. April 2024.

Ausschnitt aus dem Mitgliederverzeichnis des Deutschen Werkbundes per 30. November 1925.
Sammlung Werkbundarchiv - Museum der Dinge, Berlin, Signatur: D 7433.

Stellengesuch der Heidrich Hausrat GmbH,
Westfälisches Volksblatt vom 12. Oktober 1927.
Werbeanzeige vom 14. März 1930
(Westfälisches Volksblatt)
Werbeanzeige vom 26. Juli 1929
(Westfälisches Volksblatt)

Inserat vom 16. Januar 1926
zur Ausstellung im Kunstsalon Fischer Bielefeld.
Nachricht vom 16. Januar 1926
zur Ausstellung im Kunstsalon Fischer Bielefeld.

Werbeanzeige von 26. Januar 1928.
nun mit der ehemaligen Stadler-Vertretung Sauerland
in Bielefeld als Vertretung.
April 1930 bis 1945:
Freier Architekt und Leiter der Abteilung Heimstätten der Deutschen Arbeitsfront/NSBO des NS-Kreises Paderborn
Nach Liquidation der Heidrich Hausrat GmbH per März 1930 arbeitete Max Heidrich ausschließlich als freier Architekt.
Im September 1931 wurde die Genehmigung zur Gestaltung der neuen Marienstraße in Paderborn, einschließlich 13 vorgesehener Bauplätze, erteilt.
Am 1. Oktober 1931 trat Max Heidrich in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer: 662598), wodurch er nach der Machtergreifung im Januar 1933 den Status eines „Alten Kämpfers“ hatte.
Im September 1934 wurde Max Heidrich, im Sinne des Reichskulturkammergesetzes vom 1. November 1933, als Mitglied in die Reichskammer der bildenden Künste aufgenommen. Zudem wurde er zum Leiter des Kreisheimstättenamtes der NSDAP-Kreisleitung Paderborn und zum Vertrauensarchitekt ernannt. Diese Funktion wurde dann der Deutschen Arbeitsfront (DAF) zugeordnet.
In diese Zeit fällt auch der Bau des neuen Kinos, das „Residenz-Theater“, Entwurf von Max Heidrich, das am 3. August 1935 unter der Adresse Marienplatz 16 eröffnet wurde. Die Bauten der weiteren an der neuen Marienstraße entstandenen Bauplätze wurden ebenfalls durch Max Heidrich entworfen, da die Bauherren den Architekten bindend vorgegeben bekamen.
Max Heidrich erlebte die Zerstörung Paderborns im Frühjahr 1945 und verstarb am 24. Juni 1945.
Weitere Ergänzungen und Quellenangaben folgen.
Aus dem Lippspringer Anzeiger vom 19. September 1934.




Modell dss neuen Kinos, das „Residenz-Theater“,
das am 3. August 1935 unter der Adresse Marienplatz 16 eröffnet wurde.
Entwurf: Max Heidrich.
Modell dss neuen Kinos, das „Residenz-Theater“,
das am 3. August 1935 unter der Adresse Marienplatz 16 eröffnet wurde.
Entwurf: Max Heidrich.
Saal dss neuen Kinos, das „Residenz-Theater“,
das am 3. August 1935 unter der Adresse Marienplatz 16 eröffnet wurde.


Titel des Buches sowie die Datierung des Vorworts
„Der junge Tischler - Seine Erziehung zu wahrhaftigem und schönem Schaffen“, 3. neubearbeitete und erweiterte Auflage,
von Hermann Weber und Max Heidrich, 1. Juli 1942.



Ausschnitt aus dem Adreßbuch der Stadt Paderborn 1939/1940.
Seit 1920 führen alle Adreßbücher der Zeit 1920 bis 1939 Max Heidrich
bei den Geschäfts- und Gewerbetreibenden, Geschäftsbranche Architekten
(Eintrag 1920 siehe oben).

































